Aktuelle Infos und Beiträge zur OIBM
Michael Otto vom SC Mülheim 08/25 hat Grund, stolz zu sein. Er hatte sein erstes Wolga-Gambit überhaupt gespielt, war in Schwierigkeiten geraten – und fand eine trickreiche Rettung, als sich die Chance bot. Die Partie hat er uns geschickt – hier ist sie.
Alexander Dac Nguyen musste punkten, um im Rennen um die IM-Norm zu bleiben. Und das tat er. Auf der anderen Seite des Brettes hatte Günther Beikert wahrscheinlich übersehen, dass am Ende eines Schlagabtauschs ein unschuldig aussehender Damenzug unparierbare Drohungen aufstellt.
Brandaktuell: In der Zwischenzeit hat Alex Nguyen tatsächlich unter Dach und Fach gebracht. Glückwunsch!
In der OIBM-Facebookgruppe wurde schon spekuliert, die beiden großmeisterlichen Vereinskameraden aus München würden ein schnelles, friedliches Remis machen. Von wegen.
Die Engine mag angesichts seiner Brechstange noch so die Nase rümpfen: Gerald Hertneck ließ Zentrum Zentrum sein und Damenflügel Damenflügel. Alles, was er hatte, fokussierte er auf den König von Leon Mons. Und der, konfrontiert mit fortwährenden Rechenaufgaben, griff schließlich fehlt. Und dann wurde es doch remis, aber kein friedliches.
Das Duell der 2600er fand einen Sieger. Dimitrios Mastrovasilis hat mit seinem Weißsieg dafür gesorgt, dass Turnier vor der letzten Runde weit offen ist. Jaime Santos Latasa wiederum gelang es nicht, der Verfolgermeute vorzeitig zu enteilen.

Die Spitzenpartie: Dimitrios Mastrovasilis gegen Jaima Santos Latasa, beobachtet von Turnierdirektor Sebastian Siebrecht. | Foto: Sandra Schmidt
Jetzt gilt es noch einmal für Jaime Santos Latasa. Mit 6,5 Punkten aus 7 Partien hat sich der Spanier die alleinige Tabellenführung zurückerkämpft, aber nun steht er vor der schwierigsten Aufgabe, die ihm die 24. OIBM stellen kann: Schwarz gegen den anderen 2600er im Feld, den griechischen GM Dimitrios Mastrovasilis. Und der muss gewinnen, soll aus seiner theoretischen Chance, am Ende ganz oben zu stehen, eine praktische, greifbare werden. Seien wir gespannt.

Dimitrios Mastrovasilis (hier gegen Leon Mons) hat heute mit den weißen Steinen die Gelegenheit, selbst noch in den Kampf um den ersten Platz einzugreifen. | Foto: Sandra Schmidt
Die zweitbeste, weit mehr als theoretische Chance, am Ende ganz oben zu stehen, hat Neuris Delgado Ramirez. Nach seinem Siebtrundensieg über Nikola Nestorovic nimmt Delgado Ramirez den alleinigen zweiten Platz für sich in Anspruch, einen halben Punkt hinter Santos Latasa und einen halben Punkt vor dem 13-köpfigen Pulk der Verfolger mit 5,5/7.

Sandipan Chanda kommt nach mühsamem Start jetzt mächtig auf. Geht das so weiter? | Foto: Sandra Schmidt
Was gestern für die ersten Bretter galt, gilt dort auch heute: Die Schachfreunde mit dem „GM“ vor dem Namen sind unter sich – inklusive Sandipan Chanda, der nach einem Stotterstart nun bei 5,5 Punkten angekommen ist. Will er noch weiter klettern, muss er heute GM Kobo Ori schlagen – der alles tun wird, um seinerseits weiter nach oben zu schielen.
Ein nicht nur aus deutscher, nicht nur aus bajuwarischer, nicht nur aus Münchner Perspektive interessantes Lokalduell wird sich am vierten Brett abspielen: Gerald Hertneck trifft auf seinen Vereinskameraden Leon Mons vom Zweitligisten Münchner Schachakademie Zugzwang. Ob die beiden heute die Brettrangfolge für die kommende Saison klären?

Spielt heute eine Münchner Vereinsmeisterschaft bei der OIBM: Gerald Hertneck. | Foto: Sandra Schmidt
Unterhalb der Tabellenspitze geht es um Normen und Wertungen. Die besten Aussichten auf eine IM-Norm hat FM Lars Goldbeck vom SC Bavaria Regensburg, der nach seinem Sieg über Max Hess bei 5 Punkten und einer 2456-Performance steht.
Beim Kampf um die Wertungspreise spielt leider die im Landkreis Miesbach hohe Corona-Inzidenz mit. Das Turnier wird ab der achten Runde unter der 2G-Regel zwar fortgesetzt, aber 34 Schachfreundinnen und -freunde scheiden leider nach der siebten Runde aus. Darunter Steffi Arnhold aus Regensburg, die bislang ein Riesenturnier gespielt hat und die Frauenwertung anführt, darunter auch Leonardo Costa, der in der U14 und in der U2400 gut im Rennen liegt.






